Hallo,
ein Freund von mir hat sich vor Kurzem bei seinem Arbeitgeber nach einem möglichen Kredit erkundigt, da er Geld für die Schlussrate seines finanzierten Autos benötigt. Anscheinend ist das in der Firma normal, dass an deren Arbeitnehmer günstige Kredite vergeben werden, die dann in Raten vom Lohn abgezogen werden. Ich käme mir jedoch blöd vor, wenn ich meinen Arbeitgeber um Geld bitten müsste. Man macht sich ja auch in irgendeiner Art und Weise noch abhängiger als man sowieso schon ist. Wie seht ihr das?
@ernesta:
Ich schließe mich @blechtrommel an: Meiner Meinung nach kann sich ein Arbeitgeberkredit für beide Seiten lohnen. Es schweißt Arbeitgeber und Arbeitnehmer zusammen. Bei „schlechten“ Arbeitsverhältnissen wird so eine Regelung vermutlich ohnehin nicht angedacht werden. Wenn man sich mit dem Chef gut versteht, überwiegen für mich die Vorteile deutlich.
Ein Arbeitgeberkredit
Vorteile für Arbeitnehmer:
Für mich sprechen mehrere Gründe dagegen. Ich möchte von meinem Arbeitgeber nicht (noch mehr) abhängig sein und es geht ihn auch gar nichts an, dass ich Geld brauche und das nicht selbst angespart habe. Er soll sich den Vertrag auch gut anschauen, ob der Kredit weiter läuft, wenn er das Unternehmen verlässt oder dann vielleicht auf einen Schlag zurück gezahlt werden muss.
Von der Firma oder der Familie oder von Freunden leiht man sich besser kein Geld. Die Gefahr ist sehr groß, dass es zu Streitigkeiten kommt, die das gesamte Verhältnis belasten oder gar beenden.
Hallo Ernesta,
ich kann deine Vorbehalte gut nachvollziehen. Die Sachlage bietet aber tatsächlich für beide Parteien Vorteile:
Der Arbeitgeber deines Freundes bindet einen guten Mitarbeiter längerfristig an sein Unternehmen und dein Freund profitiert von einem zinsgünstigen Kredit. Eine wirkliche Abhängigkeit sehe ich da nicht - es sei denn, es existieren vertragliche Vereinbarungen, die sehr zum Nachteil deines Freundes wären.