Wie wird man reich?

26.06.2017 von unkenruf
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Das ist sie wohl - die Frage aller Fragen „lachen“-Emoticon
Ich habe die Suche benutzt und wundere mich, daß sie noch nie gestellt wurde. Da ich mich das momentan öfter frage, will ich das hiermit gerne nachholen:

Wie werde ich reich?

Eins ist klar: Vom Arbeiten schon mal ganz sicher nicht, egal wie viel und wie schwer man arbeitet. Da sind wir uns wohl alle einig. Aber warum gibt es so viele Reiche auf der Welt und auch in Deutschland? Was haben die richtig gemacht, was wir falsch machen? Meint ihr, es gab in deren Familien immer eine Art Grundreichtum von früher, das immer weitervererbt wurde? Wenn man nämlich einmal richtig viel Geld hat, kann man daraus schnell noch viel mehr Geld machen.

Welche Mittel und Wege gibt es, reich zu werden? Dabei interessieren mich nur die legalen Möglichkeiten. Wer hat gute Ideen? Aber bitte keine Scherzantworten „lachen“-Emoticon

Vielen Dank,
Mike

Antworten: 2

Beste Antwort
arthur
arthur 27.06.2017

Finanzielle Freiheit haben, reich sein, wer will das nicht? Dahin zu kommen, ist nicht einfach. Manche Leute sind von Beruf Sohn oder Tochter. Sie erben einfach von vorherigen Generationen und sitzen im gemachten Nest. Wer bei Null von vorn anfangen muss, hat es schwer. Natürlich gibt es immer wieder vereinzelte Leute, die mit einer tollen Idee, durch das Schreiben eines Bestsellers, einen Lottogewinn usw. zu Geld kommen. Aber das sind Ausnahmen.

Wie wird man sonst reich? Reich heiraten. Klappt garantiert. Junge Frauen (Barbie-Look) zieht es zu alten, reichen Männern. Umgekehrt gibt es sicher auch junge Burschen, die sich alte, reiche Frauen heranmachen.

Nachdem ich selbst in punkto Geld wirklich alles falsch gemacht habe, was man falsch machen kann, bin ich auf meine alten Tage klüger geworden. Jetzt müsste ich nur noch mal von vorn anfangen können. „zwinkern“-Emoticon

  • Zu Geld kommt man durch zwei Dinge: Sparen und Anlegen.
  • Je früher man anfängt, sich mit seinen Finanzen zu beschäftigen, desto besser.
  • Kauf keine unsinnigen Dinge. Sei extrem geizig. Wähle immer das Billigste. Kauf nur das, was du zum Leben brauchst, d.h. Lebensmittel, sehr wenig Kleidung und wenige Pflegeartikel. Luxusartikel wie Bücher, Filme oder Freizeitaktivitäten, die Geld kosten, und Urlaube solltest du streichen.
  • Gib weniger Geld aus als du verdienst.
  • Such dir zusätzlich zu deinem Vollzeitjob einen zweiten oder bau dir parallel andere zusätzliche Einnahmequellen auf.
  • Betrachte das Reichwerden als langfristiges Ziel. Schnell wird es nicht klappen.
  • Beschäftige dich mit Finanzthemen. Bilde dich weiter. Lies entsprechende Blogs und Nachrichten.
  • Miete zahlen, ist Geld zum Fenster herauswerfen. Investiere sofort in Eigentum, auch wenn du es abzahlen musst. Irgendwann gehört es dir.
  • Kaufe eine Eigentumswohnung oder ein eigenes Haus, das größer dimensioniert ist. Vermiete ein oder mehrere Zimmer. Durch die zusätzlichen Mieteinnahmen kannst du die Hypothek leichter bezahlen.
  • Verzichte auf Kinder. Sie kosten bis sie erwachsen sind, soviel wie ein luxuriöses Haus.
  • Sorge für ein passives Einkommen. Du investierst zwar einmal eine Menge Zeit, aber danach arbeitet es für dich und du kassierst. Schreibe zum Beispiel ein Buch. Kannst du Fotografieren? Dann biete für Geld Nutzungsrechte an. Auch Werbeeinnahmen aus Nischenseiten bringen Geld. Mieteinnahmen sind ebenfalls ein passives Einkommen.
  • Willst du Geld anlegen, wähle mehrere Anlageformen. Lass dich beraten und wäge die Risiken sorgfältig ab. Verstehst du etwas nicht, auch nicht nach zig Erklärungsversuchen, nimm Abstand davon.
  • Geld auf einem Sparbuch zu lagern, ist sinnlos. Dafür bekommt man keine Zinsen. Vielleicht sind Tagesgeld oder Festgeld Alternativen.
  • Verzichte auf Kreditkarten. Sie verführen zum Geldausgeben und sie bedeuten feste und laufende Zusatzkosten (Jahresgebühr und Zinsen).
  • Hüte dich vor Konsumschulden. Du brauchst nicht das neuste, beste, geilste Fernsehgerät, Smartphone oder Auto. Einfach reicht auch. Spar das Geld. Kauf nur das, was du bar bezahlen kannst.
  • Denke über jede teure Anschaffung mindestens drei Tage nach. So vermeidest du unüberlegte Schnellkäufe.
  • Versuche, bei Käufen über den Preis zu verhandeln. Man kann fast überall etwas herausholen. Das gilt auch für den Supermarkt. Oft genug ist nur noch kümmerlich aussehender Salat zu haben. Frage, ob er rabattiert werden kann.
  • Kauf im Supermarkt reduzierte Produkte. Wähle frische Ware aus der Region und setze auf No-Name-Ware. Das ist billiger. Mach Schnäppchenkäufe und friere Lebensmittel in deiner Truhe ein. (Diese Anschaffung lohnt sich.)
  • Bist du angestellt? Dann verhandelte alle 18 – 24 Monate neu über dein Gehalt. Bitte deinen Chef um einen Termin, damit ihr über deine Perspektiven in der Firma sprechen könnt. (Meide das Wort „Gehaltserhöhung“, das schreckt ab!) Bereite dich gut vor. Dann kannst du fast immer mit mehr Geld oder Sonderleistungen (Tankgutschein, bezahlte Weiterbildung etc.) rechnen.
  • Ruhe dich nicht in deinem Job aus. Bilde dich weiter, mach jede Fortbildung mit, die du kriegen kannst. Halte deine Augen offen. Loyalität zur Firma ist richtig und wichtig. Wird dein Gehalt regelmäßig erhöht, gibt es keinen Grund zum Wechseln. Falls aber nicht, findest du andernorts vielleicht bessere Perspektiven.
  • Erledige Stadtwege zu Fuß oder mit dem Rad. Das spart Sprit und hält fit.
  • Brauchst du wirklich eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio? Es gibt Alternativen, die weitaus billiger sind und dich nicht binden. Geh laufen, trainiere mit Alltagsgegenständen deine Kraft oder kauf dir ein Trainingsgerät für zu Hause. Die Anschaffung rentiert sich über die Zeit.
  • Brauchst du ein Auto, kaufe einen Jahreswagen, keinen Neuwagen. Ein Neuwagen verliert schon in dem Moment an Wert, in dem du vom Hof des Autohauses fährst.
  • Ist etwas verblüffend günstig, ist es meistens mit verblüffend ungünstigen Konditionen verbunden. Prüfe das nach. Kein Handy gibt es für 0 Euro. Du zahlst es mit Vertragsbindung und hohen monatlichen Kosten ab.
  • Lies bei allen Verträgen das Kleingedruckte. Unterschreibe Verträge nie sofort. Bitte immer um Bedenkzeit.
  • Vergleiche Energieanbieter. Wechsele, wenn du Strom oder Gas billiger bekommen kannst.
  • Führe ein Online Haushaltsbuch und verknüpfe es mit Online Banking. Behalte stets dein Geld im Auge.
  • Führe parallel dazu ein Erfolgsbuch. Es motiviert, das Geld wachsen zu sehen.
  • Verzichte auf alles, was bequem ist. Kauf keine Salatmischungen, sondern Salat zum Selbstschneiden. Convenience Food ist teurer als Selbstgekochtes. Belegt dir der Schlachter dein Brötchen mit Gehacktem, zahlst du das.
  • Beschäftige dich mit Steuern und Finanzen. Investitionen können sich lohnen, weil du dadurch Steuern sparst. Mach dich mit den Gesetzen vertraut.
  • Befasse dich damit, was du alles steuerlich geltend machen und absetzen kannst.
  • Überleg dir genau, welche Versicherungen du wirklich brauchst. Schließe sie nur ab, wenn sie wirklich notwendig sind und vergleiche Anbieter und Preise sorgsam. Bei Direktversicherern sparst du Geld.
  • Lege dir ein Tagesgeldkonto mit Notfallgeld an. Manchmal kommt es anders als man denkt, und dann brauchst du finanzielle Reserven.
  • Mach das Sparen zur Gewohnheit. Je selbstverständlicher es ist, desto weniger musst du darüber nachdenken.
  • Geschenke sind unnötig und wirtschaftlich gesehen sinnlos. Sprich mit erwachsenen Familienmitgliedern ab, dass ihr darauf verzichtet. Stattdessen soll jeder das Geld für sich selbst einsetzen und kaufen, was er wirklich will und braucht. Für dich sollte gelten: Ich brauche nur das, was ich zum Überleben brauche. Der Rest wird gespart bzw. angelegt.
  • Verzichte auf Haustiere und Zimmerpflanzen. Beides kostet eine Menge Geld und bedeutet Pflegeaufwand. Das Geld kannst du sparen, die Zeit brauchst du, um dich mit der Finanzwelt zu befassen.
  • Verkaufe alles, was du nicht brauchst. Mach es sofort zu Geld.
  • Vermeide Konsumschulden, tätige Investitionen. Langfristig denken lohnt sich. Planst du z.B. den Aufbau eines passiven Einkommens, kann das kurzfristig erst einmal hohe Investitionen bedeuten. Aber langfristig kommt dafür der finanzielle Erfolg zurück. Am falschen Ende solltest du nicht sparen.
  • Bist du in einer Partnerschaft, sprich mit deinem Partner über eure finanziellen Ziele. Ihr müsst an einem Strang ziehen.
  • Sorge für eine positive Einstellung zu Geld und Reichtum.

Wer so vorgeht, und das am besten schon ab einem Lebensalter von 16 Jahren (oder noch früher), kommt zu finanzieller Sorglosigkeit.

mamapetra
mamapetra 27.06.2017

Was noch fehlt: Man kann auch Model oder Spitzensportler werden oder in einer Casting-Show gewinnen (dann aber eher nicht in Deutschland). 

Allen anderen bleibt nur der harte Weg über die Arbeit. Leider gibt es auf der Welt keine Chancengleichheit. Das Vermögen ist in der Hand einiger weniger, die vor lauter Geld nicht wissen, wohin. Also lassen sie sich durch Schönheitsoperationen zu Zombies verunstalten, investieren in Kriege oder verlieren sich in Drogensucht. Teilen wollen sie ihren Reichtum nicht.

Ich denke, auch mit Kindern kann man es schaffen, Geld zu sparen und reicher zu werden. Unter "reich" versteht nun natürlich auch jeder etwas anderes.

Tipps zum Reichwerden mit Kindern

1. Kindern den "richtigen" Umgang mit Geld beibringen und vorleben. Das klingt simpel. Trotzdem vergessen viele Eltern diesen Punkt. Ganz wichtig ist die Vorbildfunktion. Wer seinem Kind von Säuglingsalter an jeden Wunsch erfüllt und das Kinderzimmer voller Spielsachen steckt, braucht sich nicht wundern, wenn aus dem Kind ein konsumverwöhnter Teenie wird, der das Geld mit vollen Händen für Unsinn ausgibt. Hier gilt: Weniger ist mehr. Gekauft werden sollte, was gebraucht wird. Verwöhnen darf das Kind auch, aber eben mit Zeit, Zuwendung und gemeinsamen Erlebnissen.

2. Vorbild sein: Wer sich selbst sofort alles kauft, was neu ist (Kleidung, Smartphone, Schuhe) setzt auch falsche Signale. Dann denkt das Kind, das sei normal. Man sollte Kinder schon früh mit in den Supermarkt nehmen und erklären, dass man sich nach den "richtigen" Produkten bücken muss, weil sie unten stehen. Die Welt ist voller bunter schöner Dinge. Die können wir uns aber nicht leisten. Das muss das Kind früh lernen. 

3. Selbstdisziplin beibringen: Frustrationstoleranz zu entwickeln, ist sehr wichtig. Man bekommt im Leben nicht immer sofort, was man will. Eine wichtige Lektion ist, nicht sofort die Befriedigung der Bedürfnisse haben zu wollen, sondern die Bedürfnisbefriedigung aufzuschieben. Warum das wichtig ist? Kann man das nicht, kauft man sofort das neue Smartphone statt abzuwarten, bis der Preis sinkt. Dann siegt immer das Wollen über die Vernunft.

4. Ermahnungen vermeiden: Ein Kind, das man ermahnt, lernt nur, wie man andere ermahnt. Es ändert aber an seinem Verhalten zum Geld nichts. Man muss dem Kind jeden Tag aktiv vorleben, wie man mit Geld vernünftig und behutsam umgeht. Einmal ausgegeben, ist es weg für immer.

5. Kein Taschengeld ohne Leistung: Dieser Punkt wird sicher einigen Eltern nicht gefallen. Aber wenn man Geld schenkt, ist es weniger wert für Kinder, als wenn sie es sich erarbeiten. Auf verdientes Geld sind sie stolz. Das wird nicht verplempert. Wir handhaben es so: Es gibt Konten, die die Kinder erst ab 18 Jahren ausgehändigt bekommen. Verwandte zahlen zu allen Feierlichkeiten, wenn sie wollen, darauf Geld ein. Die Kinder wissen davon, bekommen es aber nicht in die Hand. Taschengeld gibt es für erledigte Arbeit nach Plan.

6. Coupons nutzen: So viel wie in den USA kann man damit in Deutschland nicht erreichen. Aber bei bestimmten Produkten lohnt sich das Sammeln und Mitnehmen von Coupons.

7. Großpackungen nicht blind vertrauen: Was groß angeboten wird, ist oft nicht billiger. Wir gucken immer auf den Kilopreis. Das ist sicherer. 

8. Gemüse, Salat und Obst selbst anbauen im Garten und im Gewächshaus: Die Kinder kann man schon früh mit einbinden in die Arbeitsgänge. So lernen sie, wie man für sein Essen sorgt. Man spart Geld und isst vernünftige Qualität. Das Gewächshaus kostet einiges an Geld (Haus, Heizung, Lichtinstallation, Strom, Erde usw.) und man muss auch Arbeit reinstecken. Es lohnt sich aber dennoch.

9. Langfristig denken lernen: Wenn du willst, dass das Geld mal irgendwann für dich arbeitet, musst du in Vermögenswerte investieren. Das sollten auch Kinder frühzeitig begreifen. Das sind Aktien, Anleihen und Immobilien. Diese Werte sind unsichtbar. Alles, was du für deinen persönlichen Gebrauch kaufst, hat keinen wirklichen materiellen Wert mehr, sobald du es in dein Wohnzimmer stellst. Deswegen ist es sinnvoll, ein Haus mit zwei Wohnungen zu kaufen und eine zu vermieten. Oder meinetwegen neben dem Eigenheim in eine Eigentumswohnung zu investieren. Deine Kinder werden davon als Erben einmal profitieren. Dadurch sind sie dann schon viel reicher als du.

10. In Talente der Kinder investieren: Die Schule setzt den Fokus auf das, was man nicht kann. Wichtiger ist aber das, was man kann zu fördern. Daraus wird später der Job und damit verdient man Geld. Kinder müssen lernen, dass Bildung ihre wichtigste Ressource ist und darauf stolz sein. Sie sollten Freude am echten lernen haben. Das gelingt durch Gespräche und Erfahrungen mit Themen.

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