Wie wirken Farben auf die Psyche?

Wie wirken Farben auf die Psyche?

30.11.2017 von colorinchen
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Hallo! Wir möchten nächste Woche vor dem Weihnachtstrubel gerne noch einige Räume neu streichen. Bisher haben wir alles in weiß, doch mein Mann und ich sind uns einig, dass mal etwas Farbe her muss. Jetzt interessiert mich aber sehr, wie die einzelnen Farben an der Wand auf die Psyche wirken können. Je nachdem würden wir dann auch abstimmen, welche Farben wir in der Diele, dem Wohnzimmer und im Schlafzimmer nehmen. Im Schlafzimmer wäre eine grelle Farbe kontraproduktiv, das kann ich mir schon vorstellen, aber wer kennt sich genauer mit Farbpsychologie aus und kann uns einen guten Rat für die einzelnen Räume geben? Das wäre super. Vielen Dank, Eure Claudia

Antworten: 2

Beste Antwort
susanne45
susanne45 30.11.2017

Farben haben auf jeden Fall eine Auswirkung auf unser Befinden und die Psyche.

Prinzipiell rate ich dazu, nur eine Wand pro Zimmer in einer Farbe zu streichen, sonst wird es schnell zu viel.

  • Blau ist kühlend, entspannend und beruhigend. Die Farbe steht für Ruhe, Harmonie und Zufriedenheit. Blau eignet sich, um Hektik abzubauen und inneren Frieden zu finden. Damit kannst Du dem Badezimmer eine frische Note geben und mit Schiffen und Rettungsringen usw. dekorieren. Ich finde ein schönes Blau auch im Arbeitszimmer gut, weil ich dann einen freien Kopf habe.
  • Rot wirkt anregend, belebend und wärmend. Feuer, Liebe, Leidenschaft. Die Farbe hilft, die Kräfte zu mobilisieren. Wir haben die Stirnseite des Schlafzimmers in einem dunklen Ochsenblut gestrichen und ein weißes Metallbett davor stehen. Es passt auch gut zum Wohnzimmer. Angeblich wirkt die Farbe Rot auch appetitanregend und soll den Stoffwechsel fördern.
  • Orange steht für Vergnügen, Optimismus und Lebensfreude. Orange fördert die Energie und Aktivität. In der Küche haben wir einen breiten orangenen Streifen an der freien Wand. Da wäre die ganze Wand zu viel gewesen, es hätte den Raum zu klein gemacht.
  • Gelb wirkt ebenfalls aufheiternd und erwärmend, es lässt kleine Räume größer wirken und eignet sich gut für Kinderzimmer. Es soll die Konzentration und die Kreativität fördern.
  • Grün als Farbe der Natur ist harmonisch und beruhigt. Grün soll Zufriedenheit, Toleranz und Ausdauer fördern. Ein greller Ton (Apfelgrün) wird ebenfalls gerne in der Küche genommen. Natürlich kommt es dabei auch auf die Farbe der Küchenmöbel selbst an.
  • Braun wirkt erdig, natürlich und freundlich. Angeblich soll Braun auch erlösende und entkrampfende Wirkung haben. An der Wand würde ich allenfalls einen helleren Brauntaun empfehlen.

Es muss bei der Wandfarbe auch nicht immer der volle Farbton sein. Ich empfehle eher gedecktere Töne und Abstufungen. Am besten lasst Ihr Euch in einem guten Fachgeschäft beraten und nehmt einen Farbfächer oder Farbtafeln mit. Damit kann man die Farben auch besser zu den bestehenden Möbeln und Einrichtungsgegenständen abstimmen.

tina68
tina68 30.11.2017

Bei Farben muss ich immer daran denken, wie mein Vater mal unser minikleines Badezimmer in dunkelbraun gestrichen hat, weil das damals seine Lieblingsfarbe war. So ein richtiges Kackbraun. Grauenvoll. Der Raum wirkte noch viel kleiner dadurch und wir haben automatisch den Kopf eingezogen, wenn wir reingegangen sind. Die Decke hatte er natürlich auch gestrichen. Meine Mutter und ich haben aber nur eine Woche gebraucht, bis wir ihn so weit hatten, dass er es wieder umstreicht. Das hat dann allerdings ein paar Streichgänge länger gedauert, weil selbst das gute Weiß nicht beim ersten Mal deckt.

Ich dekoriere lieber mit Farben, weil sich meine Lieblingsfarben öfters mal ändern und ich dann nicht immer umstreichen muss. Im Moment mag ich Roségold. Also habe ich eine neue Deckenlampe gekauft und neue Sofakissen und neue Übergardienen und ein bisschen Kleindekoration. Ich finde, das sieht total edel aus. Vorher hatte ich eine Schwarz-Weiß-Phase und in meiner Küche ist schon immer fast alles knallrot (Toaster, Wasserkocher, Herdabdeckplatten, Handtücher, Töpfe).

Was auch immer wissenschaftlich erwiesen ist – für mich zählen meine Vorlieben und Lieblingsfarben. Darin fühle ich mich besser als in einer Farbe, die mir empfohlen wird.

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