Ersttrimesterscreening, ja oder nein?

27.03.2017 von baldzudritt
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Guten Abend!
Ich bin nach mehreren gescheiterten Versuchen nun in der 8. SSW und mache mir Gedanken, ob ich das Ersttrimesterscreening durchführen lassen soll bzw. ob es sinnvoll ist.

Ich bin zwar noch nicht so alt (27), aber alle meine Freundinnen, die nun ein Kind haben, haben das Ersttrimesterscreening auch machen lassen.

Was spricht dafür, was dagegen? Habt Ihr selber Erfahrungen damit? Ich bin mir auch unsicher wegen der Kosten, die man ja wohl auch selbst übernehmen muss. Wie hoch sind diese genau?

Antworten: 2

Beste Antwort
olga
olga 28.03.2017

@baldzudritt: In meinen Augen ist das keine leichte Entscheidung. Du kannst ein Ersttrimesterscreening ab der 11. bis zur 14. Schwangerschaftswoche machen lassen. Nur dann ist das Ergebnis relativ brauchbar. Zusätzlich zur Ultraschalluntersuchung kannst du eine Risikoberechnung machen lassen, um möglicherweise Chromosomenstörungen wie Trisomie-21 aufzudecken.

Die Frage ist natürlich, wie gehst du mit der Wartezeit und vor allem mit dem Ergebnis um? Was du nicht vergessen darfst:

Die Untersuchung

  • dient nicht der Vorsorge
  • bietet dir keine vollständige Sicherheit
  • ist keine Diagnose
  • ergibt nur eine Wahrscheinlichkeit
  • bei Verdacht werden invasive Maßnahmen ergriffen

Eine verdickte Nasenfalte heißt nicht automatisch, dass das Kind nicht gesund ist. Das Screening ist relativ aussagekräftig. 95 von 100 Kindern mit Down-Syndrom werden im Vorfeld erkannt. Aber 5 bleiben unentdeckt. Ebenso bedeutet das: Bei 5 gesunden Kindern wird fälschlicherweise ein Down-Syndrom vermutet. Nur jedes 600. Bis 700. Kind ist betroffen. Nur 3 – 4 % der Schwangeren bringen ein krankes Kind zur Welt.

Jede Frau hat Angst, dass mit ihrem Kind etwas nicht stimmen könnte. Eigentlich sollte man sich auf das Baby einfach nur freuen…

Wie berechnet sich das Risiko?

Kriterien dafür sind:

  • Alter der werdenden Mutter (Du bist noch jung.)
  • Schwangerschaftswoche
  • frühere Schwangerschaften mit Chromosomenstörungen
  • „Nackenfaltenmessung“ des Ungeborenen
  • Blutwerte: Untersucht werden die Konzentration von PAPP-A und die des Schwangerschaftshormons freies ß-HCG im Blut der Schwangeren
  • Darstellbarkeit des Nasenbeins
  • Blutfluss und Blutgefäße des Babys

Für wen ist das Ersttrimesterscreening sinnvoll?

  • Experten raten Frauen über 35 Jahren dazu.
  • Aber: auch eine verdickte Nasenfalte heißt nicht sofort, dass das Baby nicht gesund ist.

Finanzielles

Bei unauffälligen Schwangerschaften werden die Kosten nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung getragen. Die kosten liegen zwischen 150,- € und 200,- €. Damit wird letztendlich eine Menge Geld verdient.

Machen oder nicht… Diese Entscheidung kann dir niemand abnehmen.

alex0305
alex0305 30.03.2017

Hallo „lachen“-Emoticon

Bei meinem ersten Sohn habe ich das alles machen lassen. Nun habe ich damals aber noch kaum Ahnung gehabt und mir und meinem Körper, und vor allen Dingen meinem Kind, gar nicht wirklch vertraut.

Ich war übervorsichtig und hab so alles machen lassen, was die klassische Schulmedizin anbietet. Beim nächsten Kind würde ich das so nicht mehr machen.

Wenn du eher der ängstliche Typ bist, dürftest du nach diesen Screenings sicher beruhigter sein. Überlege dir daher einfach, ob du das wirklich möchtest oder nicht. Für notwendig halte ich das alles nicht mehr da ich der Meinung bin, dass die Ultraschallwellen mehr schaden als nützen.

VG

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